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Mein erster Text für meinen ersten Kunden – vier Jahre ist das her. Heute betreibe ich ein renommiertes Texter-Business. Dazwischen liegen 48 spannende Monate voller Erfahrungen, Erkenntnisse und unzähliger geschriebener Worte. Meine Einnahmen erlauben mir die Welt zu bereisen. Und zwar als alleinerziehende Mama ohne Unterhaltszahlungen. Meine Arbeit als Texterin erlaubt mir und meinem Kind ein freies, ortsunabhängiges Leben.

Mein erster Kunde: Die Texterplattform

Sumatra. Wir schrieben das Jahr 2013. Verzweifelt saß ich in meinem Stammcafé Olala. Das dunkelrote Netbook vor mir, den Blick auf den türkisblauen Indischen Ozean gerichtet. Mein Kontostand neigte sich damals dramatisch der Null entgegen. Der Verstand sagte mir zwar, dass es Zeit wäre, das Abenteuer „Reisen“ zu beenden und zurück nach Deutschland zu fliegen. Das Herz brüllte NEIN.

Als Mensch, der Herausforderungen direkt anpackt, startete ich eine Google-Suche. Nach gefühlten Stunden kam ich auf eine Texter-Plattform für Reisetexte. Ohne lange nachzudenken, reichte ich meine Bewerbung ein. Nach der Aufnahme sollte ich drei Probetexte abliefern. Schon beim ersten Text brachte mich die Internetverbindung an den Rand des Wahnsinns. Ich gab auf. Vergaß die Texterplattform. Zumindest bis Anfang 2015.

Am Strand von Gokarna beendete ich schließlich zwei Jahre später den Bewerbungsprozess. Dazu musste ich jeden Tag in ein stickiges, kleines, überfülltes Internetcafé gehen. Der winzige Verschlag hatte nicht mal ein Fenster. Dafür duftete das Fischbarbecue vom Nachbarrestaurant permanent herein. Als ich rund vier Wochen später erfuhr, dass ich schwanger war, wunderte es mich auch nicht mehr, warum der Fischgeruch mich so anmachte.  Die Schwangerschaft ließ mich das Textervorhaben erneut vergessen – bis Winter/Frühling 2017.

Mit meiner damals 1,5 Jahre alten Tochter lebte ich in einer  niederbayerischen Wohnung. Seit zwei Monaten bezog ich Hartz 4. Ich wollte unbedingt raus aus Deutschland und dem grauen Alltag. Aber wie sollte das funktionieren ohne Geld und ortsunabhängigem Job?

Eines Tages trudelte eine E-Mail ein. Sie stammte von genau der Texterplattform, bei der ich 4 Jahre vorher den Bewerbungsprozess gestartet aber nie abgeschlossen hatte. Sie ertranken in einer Auftragsflut und baten alle Autoren kräftig mitzuarbeiten. Noch am selben Abend setzte ich mich an die Arbeit.

Mein erster Auftrag als Texter

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Ich kann mich nicht mehr genau erinnern, welches Thema ich als erstes bearbeitete. Aber es dauerte ewig, den Text zu schreiben. Es war ein längerer Auftrag, vielleicht so 2.000 Wörter. Das Briefing war für mich schwer verständlich. Dennoch erschien dieser Job wie das Wunder, das ich heraufbeschworen hatte. Also schrieb und verbesserte ich. Die Deadline von 48 Stunden rückte näher. Keine Ahnung, wie oft ich mir den fertigen Artikel durchlas.

Du kannst Dir nicht vorstellen, wie aufgeregt ich war, als ich den SENDEN-Knopf drückte. Dann ist das Ding weg und Du kannst nichts mehr ändern. Jetzt hieß es auf Feedback vom Lektorat warten.

Wenn ich heute an den Tag zurückdenke, fasse ich mir an den Kopf. Ich war natürlich nicht auf die Idee gekommen, jemanden über meinen Text lesen zu lassen. Von Online-Rechtschreibprüfung hatte ich zu diesem Zeitpunkt auch noch nie etwas gehört.

Vermutlich hatte ich mich 100 Mal auf der Plattform angemeldet, bis ein paar Tage später endlich das Ergebnis vorlag. Der Text war gut, enthielt aber mehrere Rechtschreib- und Grammatikfehler. Ich verbesserte nach den Vorgaben der Lektoren. Sendete wieder ab. Beim zweiten Mal war das Einreichen des Textes schon weit weniger beängstigend.

Nachdem der Text abgenommen war, wartete ich auf die Bezahlung. Diese erfolgte immer zu Beginn des nächsten Monats. In der Zwischenzeit beobachtete ich das Auftragsvolumen der Plattform und traf eine Entscheidung.

Ortsunabhängig als Texter

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Tatsächlich buchte ich direkt, nachdem der erste Auftrag bezahlt wurde, unsere Flugtickets. Ich löste die Wohnung auf. Verkaufte und verschenkte alles, was ich noch hatte. Schlussendlich waren es 1.500 Euro, mit denen meine Tochter und ich uns auf den Weg nach Indien machten. Dort trafen wir ihren Vater wieder.

Der Anfang war hart. Ich arbeitete 6 – 7 Stunden täglich. Meistens nachts, wenn die Kleine schlief. Wir wohnten in einer winzigen, dunklen Unterkunft direkt am Ufer des Ganges in Rishikesh. Ich hatte Angst, dass die Einnahmen nicht reichen würden. Der Druck war groß. Vor allem, weil ich mit den Einnahmen aus der Texterplattform jetzt zwei Erwachsene und ein Baby ernähren musste.

Im Juni 2017 entschied sich mein damaliger Partner in sein Heimatland zurückzugehen. Er wollte dort Arbeit suchen und uns später nachholen. Bis dahin wollte ich nach Bali. Dort lebte eine Freundin.

Direkt nach Ankunft auf Bali, schien das Glück noch viel mehr an meiner Seite zu sein. Ich fand eine zauberhafte kleine Wohnung. Hatte Hilfe von zwei lieben Frauen. Wurde immer schneller beim Recherchieren und Schreiben. Nach wenigen Monaten fand ich einen weiteren Kunden. Auf Bali blieben wir direkt einmal 2,5 Jahre. Dazwischen lag die endgültige Trennung vom Vater meiner Tochter.

Ich baute mir über die Monate einen eigenen Kundenstamm auf. Dafür musste ich mich in der Regel nicht einmal bewerben! Ich wurde immer wieder weiterempfohlen. Ab März 2018 arbeitete ich nur noch tagsüber. Das Leben war bereits nach einem Jahr als Texterin wesentlich entspannter.

Ich helfe anderen Menschen

Seit Ende 2020 bin ich wieder auf Bali. Zwischenzeitlich lebten wir in Deutschland, Ungarn und Süditalien. Mittlerweile verdiene ich gutes Geld. Die Aufträge sind abwechslungsreich und interessant. Ich komme mit 2 – 3 Stunden Arbeit pro Tag prima über die Runden.

Aber ich merke, dass mein Herz noch für eine größere Sache schlägt. Ich will Menschen dabei helfen, dass auch sie ihren Traum erfüllen können. Seit Beginn dieses Jahres biete ich Kurse an. Ich bilde ambitionierte Frauen und Männer zu Textern aus. Menschen können bei mir lernen, wie sie aus dem Hamsterrad ausbrechen, aussteigen und/oder auf Bali glücklich werden.

Und weißt Du was? Ich bin glücklich. Seitdem wir wieder auf Bali sind, freue ich mich jeden Abend schon auf den nächsten Tag. Manchmal bin ich so von Zufriedenheit und Dankbarkeit erfüllt, dass ich weine. Und soll ich Dir noch ein Geheimnis verraten? Du kannst das auch! Du kannst auch das Leben Deiner Träume leben. Dazu braucht es nicht viel, außer auf sein Herz zu hören.

Sehnst Du Dich auch nach einem Leben in einem anderen Land? Oder bist Du bereits am richtigen Platz angekommen?

Julia Starkey Texterin SEO Content

"Man muss niemals etwas überarbeiten, wofür man mitten in der Nacht aufgestanden ist, um es zu schreiben." Saul Bellow

Julia Starkey, SEO-Texterin

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